Das Zeichen für mehr Transparenz

Rund 4700 Lebensmittel, Blumen und Zierpflanzen deutschlandweit tragen das Deklarationsfeld „Regionalfenster“. Dank dieser freiwilligen Kennzeichnung können Konsumenten auf einen Blick feststellen, woher die Hauptzutaten eines Produkts stammen und wo diese verarbeitet wurden. Das Regionalfenster erleichtert so das Erkennen und den bewussten Einkauf regionaler Produkte.

 

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BMEL-Ernährungsreport 2020

Verbraucherinnen und Verbraucher achten immer mehr auf die Herkunft der Produkte: Vier von fünf Befragten (83 Prozent) ist es (sehr) wichtig, dass ein Lebensmittel aus der Region kommt. Damit ist der Anteil seit 2017 (73 Prozent) und 2018 (78 Prozent) weiter gestiegen. Wie wichtig die regionale Herkunft ist, hängt auch stark vom Produkt ab. Hier liegen frische Erzeugnisse vorn – allen voran Milch, Milcherzeugnisse und Eier, Brot und Backwaren sowie frisches Gemüse und Obst. Fleisch und Wurstwaren belegen den vierten Platz.

Der Ernährungsreport 2020 des Bundeslandwirtschaftsministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) stellt ein steigendes Interesse der Deutschen an Ernährungsthemen und der Lebensmittelproduktion fest. Die aktuelle Krise verstärkt den Wunsch nach einer gesicherten Grundversorgung mit heimischen Lebensmitteln. 39 Prozent der Bundesbürger sind demnach der Auffassung, dass die heimische Agrarwirtschaft für sie in dieser Zeit an Bedeutung gewonnen habe. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher wollen verstärkt auf saisonale Produkte mit kurzen Transportwegen zurückgreifen. Gleichzeitig legen sie Wert darauf, beim Lebensmitteleinkauf die Landwirtschaft in ihrer Region zu unterstützen.  

 

 

 

Lebensmittel-Einkauf: Regionale Herkunft wird relevanter

Das Marktforschungsinstitut Appinio hat für die Lebensmittelzeitung Verbraucher befragt, welche Produkteigenschaft für sie vor Corona, aktuell und in der Zukunft beim Einkauf im LEH zentral war, ist und sein wird. Regionale Lebensmittel werden demnach aktuell und auch künftig stärker nachgefragt während Markenbekanntschaft und Preissensibilität als Kaufkriterien etwas abnehmen.

Rund 16 Prozent der Befragten gaben die regionale Herkunft eines Lebensmittels als entscheidendes Kaufkriterium an. "Nach Covid-19 wollen die Verbraucher noch häufiger regionaler einkaufen und sich Lebensmittel mit regionaler Herkunft in den Einkaufswagen legen." 

Quelle: "So haben sich die Kaufkriterien der Kunden im LEH verändert" - lebensmittelzeitung.net