Das Zeichen für mehr Transparenz
Rund 5.410 Lebensmittel, Blumen und Zierpflanzen deutschlandweit tragen das Deklarationsfeld „Regionalfenster“. Dank dieser freiwilligen Kennzeichnung können Konsumenten auf einen Blick feststellen, woher die Hauptzutaten eines Produkts stammen und wo diese verarbeitet wurden. Das Regionalfenster erleichtert so das Erkennen und den bewussten Einkauf regionaler Produkte.
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Gutachten zur EmpCo-Richtlinie
Auf der FRUIT LOGISTICA in Berlin haben wir am 6.02.2026 das Ergebnis eines unabhängigen Rechtsgutachtens zur neuen EU-Richtlinie EmpCo (2024/825) vorgestellt, das der Regionalfenster e.V. bei Prof. Dr. Franz Hofmann in Auftrag gegeben hat.
Viele beschäftigt die Frage, ob Regionalität als Aussage im Sinne der Nachhaltigkeit EmpCo-relevant ist. Ja, Kennzeichnungen zur regionalen Herkunft lassen sich als Nachhaltigkeitssiegel einstufen, da Verbraucher*innen mit Regionalität auch ökologische und soziale Nachhaltigkeit verbinden. Die EmpCo-Richtlinie verlangt, dass Versprechen wie Regionalität und Nachhaltigkeit abgesichert werden: Nachhaltigkeitssiegel müssen auf einem Zertifizierungssystem beruhen, wenn sie nicht von staatlicher Stelle festgesetzt wurden.
Die Botschaft ist klar: Das etablierte Regionalfenster-System erfüllt die neuen Anforderungen an Transparenz und Glaubwürdigkeit bei Nachhaltigkeitssiegeln in vorbildhafter Weise.
Wir werden vor diesem Hintergrund unser Angebot um weitere Dienstleistungen zur Herkunftssicherung ausbauen. „Neben dem Regionalfenster als Goldstandard in der Kennzeichnung regionaler Produkte werden wir ein weiteres Herkunftssicherungssystem als multifunktionales Tool auch über die Grenzen der Regionalität hinaus anbieten“, so Peter Klingmann, Geschäftsführer der Regionalfenster Service GmbH.
Das neue System wird drei Module umfassen, die auch einzeln einsetzbar sind:
1. Herkunftskennzeichnung – rechtskonform, nachvollziehbar, auch für komplexe Produkte
2. Prüf- und Sicherungssystem – geeignet u. a. für Markenfleischprogramme einschließlich Futtermittel sowie Rohstoffnachweise
3. Datenmanagement – basierend auf der bestehenden Datenbank-Struktur des Regionalfensters
„Wir laden interessierte Unternehmen und Organisationen ausdrücklich ein, sich aktiv in unser System einzubringen“, Prof. Dr. Jan Niessen, stellvertretender Vorsitzender des Regionalfenster e.V.
Regionalfenster mit stabiler Produktzahl
Die Entwicklungszahlen aus dem Dezember 2025 zeigen, dass sich nach einem Hoch bis 2023 die Produktanzahl in den letzten beiden Jahren stabilisiert hat. Mitte Dezember waren 5.410 Produkte von der Regionalfenster Service GmbH freigegeben.
➡ Die Produktgruppen Fleisch- und Wurstwaren (Rind und Schwein) sowie Geflügelfleisch sind nach Umstrukturierungen in der Fleischbranche wieder um 7% gewachsen.
➡ Im Sektor Gemüse und Obst sind nach wie vor die meisten regionalen Lebensmittel gekennzeichnet. Beide Produktgruppen bleiben im Vergleich zum Vorjahr in der Anzahl der Produkte stabil.
➡ Die Bio-Anteile von durchschnittlich 13 % sind konstant gewachsen und bieten zugleich weitere Marktpotenziale.
Weitere Grafiken und Einordnungen finden Sie auf der Seite Aktuelle Zahlen und Studien.