Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Regionalfenster-Kontrolltätigkeit

Änderungen im Kontrollverfahren ab dem 4. November 2020

Die Corona-Pandemie und die damit verbundene notwendige Einschränkung von Kontakten wirkt sich weiterhin auf die Durchführung von Kontrollen aus. Um die Gesundheit von Mitarbeitern der Zertifizierungsstellen und der zu kontrollierenden Betriebe nicht zu gefährden und eine Weiterverbreitung des Virus nicht zu fördern, gelten ab sofort folgende Regelungen:

Erstkontrollen: Es besteht unverändert die Möglichkeit, eine Erstkontrolle als Distanzkontrolle durchzuführen. Die Kontrolle vor Ort ist zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.

Das Nachholen der Kontrolle vor Ort entfällt, wenn die Distanzkontrolle im November oder Dezember 2020 erfolgt oder wenn eine bereits stattgefundene Distanzkontrolle zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor Ort nachgeholt wurde. In beiden Fällen soll die vor Ort -Regelkontrolle 2021 möglichst im ersten Quartal erfolgen. Sollte die Pandemie-Situation die Durchführung der Regelkontrolle 2021 im ersten Quartal vor Ort noch nicht zulassen, ist diese im zweiten Quartal durchzuführen.

Folgekontrollen: Auch für Folgekontrollen besteht ab sofort die Möglichkeit, diese als Distanzkontrolle durchzuführen. Bei Unternehmen, bei denen die Folgekontrolle 2020 als Distanzkontrolle stattfindet, ist die Folgekontrolle 2021 im ersten Halbjahr vor Ort durchzuführen.

Die zusätzlich bei 10 % der Lizenznehmer durchzuführende Stichprobenkontrolle muss vor Ort erfolgen. Sollte die Quote von 10 % im Kontrolljahr 2020 nicht einzuhalten sein, sind die fehlenden Stichprobenkontrollen im Kontrolljahr 2021 nachzuholen. Liegt der Anteil der für 2020 noch durchzuführenden Stichprobenkontrollen bei mehr als 50 %, so können diese über die folgenden zwei Jahre verteilt werden.

Bei der risikoorientierten Auswahl der in die Stichprobe fallenden Betriebe ist mit zu berücksichtigen, ob die letzte Kontrolle des Betriebes vor Ort oder per Distanzaudit erfolgt ist.

Abschlusskontrollen: Auch für Abschlusskontrollen besteht ab sofort die Möglichkeit, diese als Distanzkontrolle durchzuführen.


Distanzaudits sind telefonisch oder per Videoschaltung durchzuführen. Dabei muss gewährleistet sein, dass für die Kontrolle erforderliche Unterlagen dem Auditor vom zu kontrollierenden Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Die Kennzeichnung von Lagereinrichtungen und Ware ist per bildgebender Verfahren (Video u/o Foto) zu prüfen und dokumentieren.

Die Regelungen gelten für Kontrollen von Lizenznehmern, Lohnunternehmen sowie im Fall einer Gruppenzertifizierung für Kontrollen von Gruppenmitgliedern.

Da nicht absehbar ist, wie lange diese besondere Situation bestehen wird, gelten die beschriebenen Regelungen solange nichts Anderslautendes bekannt gegeben wird.