Obst, Gemüse und Kräuter

Frisches Obst und Gemüse macht den größten Teil der mit dem Regionalfenster gekennzeichneten Produkte aus. In dieser Produktgruppe gibt es einige nahezu ganzjährig erhältliche Produkte, wie Kartoffeln, Äpfel und diverse Kräuter. Zudem tragen viele saisonal verfügbare Produkte wie Spargel und Beeren das Regionalfenster.

Bei der Regionalfensterkennzeichnung von frischem Obst und Gemüse sowie von frischen Kräutern werden nur Zeile 1: „Wo kommt es her?“ und Zeile 2: „Wo wurde es verarbeitet?“ angegeben. Da Monoprodukte immer zu 100 Prozent aus der angegebenen Region stammen, entfällt hier Zeile 3: „Wie hoch ist der regionale Anteil?“.

 

Was ist gesetzlicher Standard?

EU-weite Pflicht zur Herkunftskennzeichnung für frisches Obst und Gemüse: Ursprungsland

Für frisches Obst und Gemüse gibt es in der Europäischen Union die Vorschrift zur Herkunftskennzeichnung: Verbraucher müssen laut EU-Verordnung 1182/2007 über das Ursprungsland informiert werden. Die Vorschrift gilt ausschließlich für frisches Obst und Gemüse. Verarbeitete Produkte wie geschälter Spargel oder geputzter Salat müssen nicht mit dem Herkunftsland gekennzeichnet werden. Einige Produkte, wie Kartoffeln und Zuckermais, fallen zudem unter andere europäische Verordnungen ohne Kennzeichnungspflicht.

 

Welchen Mehrwert bietet das Regionalfenster?

Das Regionalfenster informiert den Verbraucher über die Herkunftsregion und den Abpackungsort von Obst, Gemüse und Kräutern. Die Herkunftsregion wird vom Hersteller bestimmt und muss kleiner als Deutschland sein. Das Regionalfenster gibt auch bei Kartoffeln und verarbeiteten Produkten wie geschältem Spargel und gekochtem, vakuumiertem Zuckermais Auskunft zu Herkunft und Verarbeitungsort.

Die genauen Kriterien für Obst, Gemüse und Kräuter können Sie dem Handbuch entnehmen.